Konzeption “Kinderland Weißenborn”

Inhalt

1. Grundgedanken

2. Öffnungszeiten

3. Altersmischung

4. Integration

5. Personal

6. Alltag im “Kinderland”

6.1 Somatische Bildung

6.2 Soziale Bildung

6.3 Kommunikative Bildung

6.4 Ästhetische Bildung

6.5 Naturwissenschaftliche Bildung

6.6 Mathematische Bildung

7 Beteiligungsrechte

7.1 Beteiligungsrechte Kinder

7.2 Beteiligungsrechte Eltern

8. Kooperationsvertrag mit der Grundschule

9. Qualitätsmanagement

 

1. Grundgedanken

Die Kindertagesstätte befindet sich am Rande des Ortes Weißenborn/Berthelsdorf, umgeben von Wald, Wiesen und Feldern. Wir sind eine moderne, fröhliche Einrichtung, in der sich die Kinder und Erwachsenen wohl fühlen.  Ziel unserer Arbeit ist die ganzheitliche Bildung und Erziehung, um die Kinder optimal auf das spätere Leben vorzubereiten. In unserem Haus sind Kinderkrippe und Kindergarten integriert. Träger der Einrichtung ist der Verein „Kinderland e.V.“, welcher seit 1994 als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt ist. Die Eltern können Mitglied im Verein werden. Unser Team unterstützt aktiv Veranstaltungen des Ortes und lädt auch gern zu jährlichen Höhepunkten ein. Unsere Kindertagesstätte kennt keine sozialen und konfessionellen Schranken. Eltern und Kindern bieten wir einmal im Monat einen Spielnachmittag zum Kennenlernen der Einrichtung an. Dieser kann ohne vorherige Absprache besucht werden. Über die Entwicklung der Kinder erstellen wir vom ersten Tag des Besuches im Kinderland bis zum Schulbeginn ein Portfolio.

 

2. Öffnungszeiten

Unsere Kindereinrichtung ist montags bis freitags von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Erziehungsberechtigten können die Dauer der Betreuungszeit wählen (bis 4,5 Stunden, bis 6 Stunden oder bis zu 9 Stunden). Die festgelegten Betreuungszeiten werden im Betreuungsvertrag vermerkt.
 

3. Altersmischung

In unserer Kindereinrichtung gibt es Krippengruppen, in denen Kinder auch unter einem Jahr aufgenommen werden können. Ab dem 3. Lebensjahr werden die Kinder in altersgemischte Gruppen des Kindergartens aufgenommen. Im letzten Jahr besuchen die Vorschulkinder die „Wackelzahngruppe“. Hier werden sie durch vielfältige Angebote gezielt auf die Schule vorbereitet.

 

4. Integration

Seit 2002 ist unsere Kindertagesstätte als integrative Einrichtung anerkannt. Es können sechs von Behinderung bedrohte Kinder oder Kinder mit Behinderung aufgenommen werden. Wir verfügen über einen modern eingerichteten Sport- und Mehrzweckraum, in dem vielfältige Therapieformen möglich sind. Durch die Kolleginnen mit heilpädagogischer Zusatzqualifizierung wird für die betroffenen Kinder eine optimale Integration in das Gruppenleben gewährleistet. Mit den Eltern wird ständig Kontakt gehalten, um gemeinsam eine gute Förderung zu erzielen.

 

5. Personal

In unserem Kinderland arbeiten staatlich anerkannte Erzieherinnen, Diplom- Sozialpädagoginnen sowie eine ausgebildete Krankenschwester. Einige Kolleginnen  verfügen über die heilpädagogische Zusatzausbildung. Alle Mitarbeiterinnen nehmen ständig an Weiterbildungen teil. Gemeinsam absolviert das Team das Curriculum zum Sächsischen Bildungsplan. Im technischen Bereich sorgen mehrere Beschäftigte für das Wohl der Kinder.

 

6. Alltag im “Kinderland”

Im Mittelpunkt  unserer täglichen Arbeit stehen die Kinder.  Wir wollen mit ihnen einen freudvollen und erlebnisreichen Alltag gestalten, dabei ihre Bedürfnisse berücksichtigen und ihre Impulse aufgreifen. Grundlage für unser Tun und unsere Ziele ist der Sächsische  Bildungsplan. Dem Spiel messen wir dabei  eine besondere Bedeutung zu. Es ist die Haupttätigkeit der Kinder, in der sie sich eigene Ziele setzen und diese auch verwirklichen. Sie merken selbst, was ihnen am Besten gelingt, was sie lernen möchten und was ihnen Spaß macht. Unsere Aufgabe ist es, diesen Prozess mit geeigneten Methoden zu unterstützen und zu fördern. Kinder haben viele Fragen. Sie suchen Antworten auf alles, was um sie herum geschieht. In unserer pädagogischen Arbeit bemühen wir uns gemeinsam mit den Kindern diese Fragen zu klären. Im Rahmen von Projekten lernen die Kinder unsere komplizierte Welt kennen, sie besser zu verstehen und zu achten. Wir wollen sie beim Handeln, Experimentieren, Beobachten und Wahrnehmen begleiten und unterstützen. Unsere Bildungsschwerpunkte haben wir nach dem Sächsischen Bildungsplan erarbeitet:

 

Somatische Bildung

Wir achten und fördern jedes Kind in seiner Individualität und Einzigartigkeit. Alle Kinder werden in gemeinsame Aktivitäten einbezogen und erhalten dabei auch individuelle Freiräume. Die Kinder achten und stärken sich gegenseitig. Akzeptanz und Toleranz sind für uns wichtig. Alle tragen dazu bei, dass wir uns wohlfühlen. Deshalb legen wir Wert auf die Einhaltung von Regeln und Normen und die Pflege von Ritualen. Auf viel Bewegung wird geachtet. Der Sportraum wird dafür regelmäßig genutzt. Angebote durch Yoga und Rückenschule wirken ergänzend dazu. Den Kindern werden wichtige Regeln zur Hygiene und zur Körperpflege vermittelt. Wir achten auf gesunde Ernährung, z.B. mit Obsttagen und regelmäßigen Trinkpausen.

 

Soziale Bildung

Das Miteinander zwischen Erzieherinnen und Kindern, zwischen den Kindern untereinander und zwischen Pädagogen und anderen Erwachsenen, basiert auf Respekt untereinander, auf Vertrauen, Humor und Freude.  Die Kinder erfahren, dass wir ihnen zuhören, sie ernst nehmen und Ideen wertschätzen und umsetzen.  Unsere Kita ist ein Ort des sozialen Lernens und ermöglicht viele soziale Kontakte zu knüpfen. Die Kinder begreifen, was ihnen und anderen gut tut, was andere gern mögen und wie sie helfen können. Wir versuchen durch Anregung von Rollenspielen soziale Regeln und Normen zu vermitteln. Um die familiäre Atmosphäre zu fördern, werden alle Erzieherinnen und technischen Mitarbeiter von den Kindern mit Vornamen angesprochen.

 

Kommunikative Bildung

Für das Miteinander ist uns eine gute Kommunikation wichtig. Die Kinder werden bestärkt sich mitzuteilen und auszudrücken, anderen zuzuhören und sie zu verstehen. Wir nutzen den täglichen Morgenkreis zum regen Dialog mit den Kindern. Für uns sind der Einsatz von Sprache, Schrift und Medien sehr wichtig. Gemeinsame Erlebnisse geben uns Anlässe und Inhalte für Gespräche.  Oft werden Aktivitäten mit dem Fotoapparat festgehalten und dokumentiert.  Wir singen, reimen und erzählen uns Geschichten.  Den Kindern sind altersgerechte Bücher und Zeitschriften zugänglich. Mit den täglichen Angeboten wecken wir die Neugier auf Buchstaben und Symbole. Unsere Kinder können erste Erfahrungen im Umgang mit dem Computer sammeln. Fakultativ wird den Kindern “Pat`s English” angeboten, um sie auch für andere Sprachen zu interessieren.

 

Ästhetische Bildung

Die Kinder sollen ihre Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen, sie entdecken und erforschen können. Ein reichhaltiges Materialangebot fördert die Kinder und weckt Lust, die Dinge auszuprobieren. Alle Materialen sind frei zugänglich. Musik, Tanz, Theater und das bildnerische Gestalten fließen in unsere Arbeit ein. Der Einsatz von Instrumenten wird von den Kindern sehr geschätzt. Bewegungstänze sind für die Kinder beliebtes Ausdrucksmittel. Dem Puppen- und Rollenspiel wird viel Zeit gewidmet. Wir fördern die Kreativität und die Phantasie durch die Vermittlung vielfältiger Gestaltungstechniken. Kinderzeichnungen werden stolz im Haus gezeigt und schmücken auch Gemeinderäume.

 

Naturwissenschaftliche Bildung

Wir nehmen die Fragen und den Forscherdrang der Kinder ernst und begleiten sie aktiv. Die Kinder sollen wissbegierig, eigenaktiv und kompetent sein. Sie sollen mit großer Lust die Welt erforschen.  Wir sind bestrebt Grundlagen der Naturwissenschaft und Technik zu vermitteln. Jede Woche gibt es den “Experimente-Tag” in den Gruppen. Die Kinder lernen, ihre Entdeckungen in Worte zu fassen. Das Jahresprojekt 2008 heißt  “Die vier Elemente”. Wir sind Mitglieder der Initiative “Haus der kleinen Forscher”.

 

Mathematische Bildung

Wir knüpfen an die Alltags- und Umwelterfahrungen der Kinder an, um ihnen mathematische Zusammenhänge zu verdeutlichen. Die Kinder erfahren, dass das Ordnen ein erster Schritt für mathematische Erfahrungen ist. Sie entdecken Regelmäßigkeiten z.B. beim Sortieren und Muster legen. Sie entwickeln ein Zahlenverständnis z.B. beim Zählen der Gruppenkinder. Wir bieten viele Möglichkeiten zum Messen, zum Wiegen und zum Vergleichen an. Die Kinder lernen Grundbegriffe der Geometrie kennen. Wir geben ihnen die Möglichkeit zur räumlichen Wahrnehmung. Sie müssen sich selbstständig im Gruppenraum, in der Kita und in der näheren Umgebung orientieren können.  Deshalb erkunden wir unseren Ort und das Umland zu Fuß oder mit Bus und Bahn. Unsere Kita kennt keine sozialen und konfessionellen Schranken. Gastkinder und Gäste sind in unserem Haus willkommen.

 

7. Beteiligungsrechte

In unserem Kinderland ist uns der besondere Stellenwert des Beziehungsdreieck zwischen Kind, Eltern und Kindereinrichtung bewusst. Deshalb versuchen wir mit geeignete Methoden die Eltern und vor allem die Kinder in die Gestaltung des sozialen Miteinanders in angemessener Art und Weise zu beteiligen. 

 
7.1 Beteiligungsrechte Kinder

Die Kinder an der Gestaltung unseres Alltages zu beteiligen, heißt für uns sie in ihrem Recht auf Bildung zu stärken. Mit dem sächs. Bildungsplan als Grundlage begleiten wir die Kinder in ihrer Entwicklung. Wir stehen jedem Kind in seinem individuellen Entwicklungstempo zur Seite und möchten die Kinder zur Selbstständigkeit befähigen. Dabei achten wir auch besonders darauf, dass wir respektvoll und wertungsfrei miteinander umgehen. Die Kinder haben die Möglichkeit, zur eigenen freien Entscheidung, zum NEIN-Sagen und zum Ablehnen von Vorschlägen. Es gibt im Kinderland keinerlei soziale oder konfessionelle Schranken.

 
7.2  Beteiligungsrechte Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns wichtiger Bestandteil unsere Kinderland- Philosophie. Zum Wohle des Kindes ist uns ein guter Kontakt und offener Austausch zwischen Familie und Kindergarten sehr wichtig. Gute Elternarbeit heißt für uns:
 


Quartalsweise erhalten die Eltern eine “Elterninfo” mit wichtigen Informationen. Auf Wunsch werden Fotos der Kinder per E-Mail versandt.Zu den alljährlichen Höhepunkten zählt die Vorbereitung und Durchführung der Kindertagsfeier durch das gesamte Kinderlandteam. Zum abendlichen Lampionumzug mit Kapelle und am Lagefeuer sind alle Kinder und deren Verwandten willkommen. 

 

8. Kooperationsvertrag mit der Grundschule

Der Kooperationsvertrag wurde im Jahr 2005 zwischen beiden Einrichtungen geschlossen und ist gesondert einzusehen. Er beruht auf gesetzlichen Grundlagen und benennt Zielstellungen für die Zusammenarbeit von Erziehern und Lehrern . Die wichtigen Entwicklungsbereiche des Bildungs-und Erziehungsprozesses werden umfangreich verdeutlicht. Der Vertrag gibt Richtlinien für die Zusammenarbeit mit den Eltern vor. Durch ihn werden Termine von der Schulanmeldung bis zur Einschulung gesetzt. Beide Einrichtungen halten im Vertrag  Schwerpunkte für die gemeinsame Arbeit fest.

 

9. Qualitätsmanagement

Um die Umsetzung des Bildungsplanes zu optimieren und qualitativ umzusetzen,  überprüfen wir an Hand von “PädQUIS” die Qualität in unserer Kita. Dies ist ein ständig wiederkehrender Prozess und hilft uns Stärken und Schwächen bei der Arbeit mit den Kindern zu finden und uns ständig weiter zu entwickeln.

 

Berthelsdorf im April 2013